test des Galaxy S9

Test des Samsung Galaxy S9

Mit Samsung kann man sich gewöhnlich alle zwei Jahre auf einen größeren Entwicklungssprung einstellen. So war es auch 2017 mit dem Samsung Galaxy S8. Das Galaxy S9 begnügt sich also mit denselben Grundfunktionen: einem großartigen Bildschirm, einem genauso gepflegten Design, einer hochwertigen Kamera und einer reibungslosen Performance. Und das Galaxy S9+ (größer und mit einem doppelten Fotosensor) lässt sich mit dem S8+ vergleichen. So weit, so gut. 

Aber um es gleich zu sagen: Eine Branchenrevolution löst das S9 nicht aus. Lohnt es sich also mehr als ein Samsung S8 oder als andere Smartphones, die ein paar Monate vorher auf den Markt gekommen sind, wie das OnePlus 5T oder das Huawei Mate 10 Pro? Gute Frage, sehr gute Frage …

Gesamtbewertung Back Market
4.3/5
Leistung und Autonomie
4.5/5
Ergonomie und Design
5/5
Display und Anzeige
5/5
Multimedia
4.1/5
Umweltbelastung
2.5/5

Stärken

  • Hervorragendes AMOLED-Display, das der Konkurrenz einiges voraushat.
  • Gelungenes Design – liegt sehr gut in der Hand.
  • Sehr gute Leistungen.
  • Wunderschöne Fotos bei hellem Sonnenlicht.
  • Stereo-Lautsprecher

Schwächen

  • Geringere Akkulaufzeit als beim Samsung S8.
  • Wenig Verbesserungen gegenüber dem S8.
  • Die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen könnten besser sein.
  • Was die Umweltbilanz angeht, ist Samsung nicht die transparenteste Marke.

Das iPhone 7 im Überblick

Abmessungen:

147,7 x 68,7 x 8,5 mm

Displaygröße:

5,8 Zoll

Displayauflösung:

2960 x 1440 px

Display:

OLED

Akkukapazität:

3000 mAh

SIM-Kartenformat:

Nano

Handy-Chip:

Exynos 9810 Octa

Arbeitsspeicher (RAM):

4 GB

Gerätespeicher:

64 GB

Hauptkamera:

12 Megapixel

Frontkamera:

8 Megapixel

Gewicht:

163 g

Die Leistungen sind so gut, wie man es erwarten konnte, aber die Akkulaufzeit überrascht.

4.5/5

Alles läuft schnell und reibungslos

Bei einem High-End-Smartphone wie diesem muss es vielleicht nicht eigens erwähnt werden, aber es schadet auch nicht: Bei üblicher Verwendung läuft das Samsung Galaxy S9 absolut flüssig. Es gibt keine Verlangsamung und kein Überhitzen, egal welche „einfachen“ Apps du am Laufen hast. Nur bei leistungsintensiveren Programmen (den neuesten Spielen zum Beispiel) lässt sich etwa einem iPhone XS gegenüber ein kleiner Geschwindigkeits- und Temperaturunterschied feststellen. Aber wirklich schlimm ist das nicht. Sagen wir es so: Bei diesem Modell setzt Samsung mehr auf das Nutzererlebnis als auf reine Leistung.  

Aber der Akku ermüdet schneller als zuvor

Eines ist sicher, die Akkulaufzeit des Galaxy S9 hat uns überrascht. Das S8 hinkte bei seinem Erscheinen schon hinterher und das S9 macht es … schlechter. Wenn du nicht zu viel damit herumspielst, hält es 12 Stunden (also einen guten Tag). Unter denselben Bedingungen lief das Galaxy S8 15 Stunden lang. Natürlich kannst du die Akkulaufzeit dadurch etwas erhöhen, dass du Always-On deaktivierst (diese Funktion, mit der du die Uhrzeit permanent anzeigen kannst). Trotzdem wird dein Kleiner etwas weniger lang durchhalten als seine Konkurrenten. Zum Vergleich, das OnePlus 5T schafft fast 16, das Huawei Mate 10 Pro 16,5 Stunden.

Um deinen tragbaren Freund wieder aufzuladen, solltest du 1,5 bis 2 Stunden rechnen.

Der Fingerabdrucksensor ist auf der Galaxy S9 leichter zugänglich

Ergonomie und Design: liegt angenehm in der Hand, die Optik ist immer noch genauso modern

5/5

Liegt besser in der Hand

Lege ein S9 neben ein S8 und du wirst sie von vorne kaum unterscheiden können. Und das ist auch gut so. Man bekommt den gleichen 5,8-Zoll-Bildschirm, der 85 % der Vorderseite abdeckt und an den Rändern leicht gewölbt ist. So lässt sich das Gerät einfach mit einer Hand halten. Das Galaxy S9 ist ein kleines bisschen niedriger und dafür breiter (die Augen müssen sich aber ganz schön anstrengen, um das zu erkennen), es ist auch ein bisschen dicker und schwerer. Deshalb liegt es besser in der Hand und macht es einen solideren Eindruck.

Von vorne betrachtet ist die Galaxie S9 fast identisch mit der Galaxie S8.

Wenn du es umdrehst, siehst du die gleiche Rückseite aus Glas wie beim Samsung S8. Sie ist nicht rutschig, aber Vorsicht bei Fingerabdrücken (denk daran, dir eine Hülle zuzulegen). Und dann – Überraschung! Der Fingerabdrucksensor ist an einem anderen Platz. Er befindet sich nicht mehr neben dem Kameramodul (das war auch nicht wirklich der beste Platz in der Geschichte des Smartphones), sondern darunter.

Damit sollten ständige Fingerspuren auf dem rückseitigen Fotosensor der Vergangenheit angehören. Und wenn du kein Fan von Fingerabdrucksensoren bist, kannst du das Telefon auch mit einem Gesichtserkennungssystem oder einem Irisscanner entsperren.

Der Klinkenstecker lebt!

Noch mehr gute Nachrichten: Das Galaxy S9 bleibt wasserdicht nach IP68. Es kann also 30 Minuten lang auf bis zu 1,30 Meter tauchen. Und es behält auch die Mini-Klinkensteckerbuchse, die bei den Konkurrenten akut vom Aussterben bedroht ist. 

Beeindruckende Anzeigequalität

5/5

Es kommt dasselbe Super-AMOLED-Display von 5,8 Zoll wie beim Galaxy S8 zum Einsatz. Alles paletti. Die Farben werden sehr gut wiedergegeben, der Bildschirm ist hell und der Inhalt in jeder Situation lesbar, auch wenn das Telefon geneigt wird und im Freien. Einige werden sich freuen, dass Smart Stay wieder mit an Bord ist. Der Bildschirm bleibt damit an, solange du den Blick darauf richtest. Andere werden es begrüßen, dass nun auch AR Emojis unterstützt werden, so dass du die Gefühlsregungen deines Gesichts mit einem virtuellen Avatar animieren kannst. Aber freue dich nicht zu sehr, die Funktionen bleiben ziemlich einfach.

Verdient die Kamera die ganze Publicity, die sie bekommen hat?

4.1/5

Die besten Fotos

Das Samsung Galaxy S9 wartet mit einem einzigen Fotosensor von 12 Mpx auf, anders als das Galaxy S9+. Die Wiedergabe ist hochpräzise und die Farbdarstellung deutlich verbessert, ein echter Fortschritt gegenüber dem Galaxy S8. Besonders bei Tageslicht. Schluss mit zu warmen Farben oder mit Fotos, die von einem leichten weißen Schleier bedeckt sind. Nachts allerdings bleibt das Galaxy S9 hinter manchen Modellen zurück. Wir denken dabei an das iPhone XS wegen der Qualität des Zooms, an Google Pixel 2 XL wegen der hervorragenden Software-Verarbeitung und sogar an das Galaxy Note 8, das voller Einstellmöglichkeiten steckt (Intensität der Unschärfe, gleichzeitige Aufnahmen usw.).   

Videos immer noch Top und dazu „Slowfies“

Die Videoqualität ist immer noch exzellent und liegt nahe am Galaxy S8 (UHD mit 30 fps). Und ihr könnt euch jetzt in Zeitlupe filmen, wenn ihr euch in einer gut ausgeleuchteten Umgebung befindet. Aber gut, ob diese Funktion für sich genommen ein Verkaufsargument ist, sei mal dahingestellt. 

Stereomodus

Die große Neuheit in Sachen Multimedia: Das Samsung Galaxy S9 bietet Stereoton, dank eines Lautsprechers unten am Handy und einem zweiten oben (der sonst für Telefonate vorgesehen ist). Der räumliche Eindruck ist viel stärker und der Klang kräftiger.

Und was sagt der Planet dazu?

2.5/5

Es ist deutlich schwieriger, Informationen über die Umweltbilanz eines Samsung-Telefons zu bekommen als über ein iPhone und das ist schon einmal schlecht. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich um den größten Telefonhersteller der Welt handelt. Für diese fehlende Transparenz ziehen wir einen halben Punkt ab.

CO2-Emissionen: 2/5

Spezifische Informationen zum Samsung S9 sind schwer zu finden, aber in den letzten CSR-Berichten des Unternehmens ist von einer allgemeinen Zunahme von Treibhausgasen die Rede. Einen Zugang zur Lieferantenliste haben wir immer noch nicht.

Energieverbrauch: 4/5

Wie wir im Test bereits gesehen haben, entlädt sich die Batterie des Samsung S9 schneller als die des S8 und hat eine längere Ladezeit. Trotzdem schneidet Samsung in diesem Punkt besser ab als Apple.

Verwendete Materialien: 4/5

Das Galaxy S9 enthält ausreichend viele recycelte Materialien und ausreichend wenige Giftstoffe (Quecksilber oder Kadmium), um von EPEAT zertifiziert zu werden, einem vertrauenswürdigen Umweltsiegel für elektronische Produkte. Das Telefon wurde so konzipiert, dass es teilweise recycelt werden kann.

Reparierbarkeit: 2/5

Das Galaxy S9 lässt sich nur schwer reparieren. Der Austausch der Batterie ist kompliziert, das Glas geht leicht kaputt und die Entfernung der Bildschirme ist langwierig und mühsam.

Stärken

  • Hervorragendes AMOLED-Display, das der Konkurrenz einiges voraushat.
  • Gelungenes Design – liegt sehr gut in der Hand.
  • Sehr gute Leistungen.
  • Wunderschöne Fotos bei hellem Sonnenlicht.
  • Stereo-Lautsprecher

Schwächen

  • Geringere Akkulaufzeit als beim Samsung S8.
  • Wenig Verbesserungen gegenüber dem S8.
  • Die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen könnten besser sein.
  • Was die Umweltbilanz angeht, ist Samsung nicht die transparenteste Marke.

Insgesamt also gibt es keinen großen Entwicklungssprung vom Samsung Galaxy S8 zum Galaxy S9. Gleicher Bildschirm, ähnliche Leistungen, ähnliches Design… Die Qualität der Kamera ist besser, dafür ist die Akkulaufzeit geringer. Wir empfehlen dir, einen Blick auf unseren Test des Galaxy S8 zu werfen, bevor du dich entscheidest.

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